Besitzer am Hause

1774

Mayr Johann Georg und Anna Maria (Bäckermeister)

1837

Eckhart Ignatz und Anna

1866     

Eckhart Anna

1874

Eckhart Georg und Franziska

1879

Rauchenegger Franz und Katharina

1880

Geiblinger Peter und Anna

1894

Feichtl Eduard und Maria

1901

Hochwallner Anton und Viktoria

1905

Gerstmayr Michael Viktoria

1909

Rohrauer Engelbert und Theresia

1937

Rohrauer Josef und Leopoldine (Bäckermeister)

1975

Rohrauer Johann und Waltraud

2006

Rohrauer Andreas und Birgit


Geschichte

Das älteste Haus in Haidershofen ist die ehemalige Taverne, das heutige Kirchenwirtshaus. Es liegt dicht bei der Kirche an der alten Überfuhr über den einst gefährlichen Ennsfluß. Vom Keller dieser Taverne aus soll einst unter dem Flußbett der Enns hindurch ein unterirdischer Gang bis zum Stift Gleink in Oberösterreich geführt haben. In früheren Zeiten, als fremde Reiter in die Gegend kamen und alles verwüsteten, flüchteten die Bewohner von Haidershofen in diesen Unterwasserstollen. Ein unfolgsamer Knabe jedoch soll sich einmal bei der Flucht verspätet haben. Er wurde von den Feinden ergriffen und gab das Geheimnis preis.

Die Reiter versuchten nun, in den Stollen, der nur notdürftig hatte vermacht werden können, einzudringen. Der gefangene Knabe mußt ihnen vorangehen. Da der unheimliche Gang aber plötzlich steil in die Tiefe führte und glitschig war, glaubten sie sich in eine Falle gelockt und verlißen, den Knaben mit sich zerrend, schnell die gruselige Stätte. Nun sollten sie noch versucht haben, Wasser in den Stollen einzuleiten, was jedoch auch mißlang. In ihrer Wut spießten sie den Knaben auf eine Lanzenspitze und setzten überall den roten Hahn auf die Dächer. Die in den Stollen Geflüchteten konnten ihr Leben retten, der säumige Knabe aber büßte seine Unfolgsamkeit mit dem Leben. Der Eingang zu dem schon stark verfallen Stollen wurde erst in jüngster Zeit, als die Enns zum See gestaut wurde, abgemauert.